Schulische Praxisprojekte

In verschiedenen schulischen Praxisprojekten werden von der asw e.V. an der Universität Trier gemeinsam mit Schulen Angebote und Maßnahmen für den erfolgreichen Übergang Jugendlicher von der Schule in die Arbeitswelt entwickelt und erprobt. Unabhängig von der jeweiligen inhaltlichen Ausrichtung zeichnen sich die Abläufe durch folgende Schritte aus:

(1) SITUATIONSANALYSE

In einer ersten Phase werden die jeweiligen schulischen Besonderheiten und Rahmenbedingungen vor Ort (z.B. ländlicher oder städtischer Raum, Zusammensetzung der Schülerschaft) eruiert und die beteiligten Akteure (schulisches Personal, Eltern- und Schülerschaft, Kooperationspartner) im Rahmen der Konzeptentwicklung nach ihren Vorstellungen und Ideen befragt. Dabei handelt es sich nicht um eine empirische Untersuchung im sozialwissenschaftlichen Sinne, sondern um eine Potenzialanalyse, die helfen soll, vorhandene Ressourcen erkennen und aktivieren zu können. Dies kommt der Akzeptanz und Praxistauglichkeit der Konzepte und ihren Maßnahmen zu gute. An den teilnehmenden Schulen werden zudem Steuerungsgruppen, bestehend aus Vertretern der schulischen Akteursgruppen (Schulleitung, Kollegium, Eltern- und Schülerschaft, Kooperationspartner) gebildet.

(2) ENTWICKLUNGS- UND UMSETZUNGSPHASE

In dieser Phase werden die Konzepte und die Maßnahmen durch die beteiligten schulischen Akteure und das Projektteam der asw e.V. gemeinsam entwickelt und erprobt. Grundlage für diese Arbeit sind die Daten aus den Potenzialanalysen.

(3) EVALUATION UND MODIFIKATION

Die Evaluation, das Überprüfen von Maßnahmen und deren Wirksamkeitskontrolle, ist ein zentraler Baustein eines jeden Qualitätsentwicklungsprozesses. Nur wenn Schulen systematisch prüfen, ob Maßnahmen und Methoden wirklich das erreichen, was mit ihnen erzielt werden soll, können daraus Schlüsse für den Erfolg und die Qualität der eigenen Arbeit, sowie das weitere Vorgehen gezogen werden. Auf Grundlage der vom Projektteam der asw e.V. durchgeführten Evaluation und deren Befunde werden die Konzepte und Maßnahmen gegebenenfalls modifiziert und für den anschließenden Transfer aufbereitet.

(4) VERSTETIGUNGS- UND TRANSFERPHASE

In dieser Phase stehen vorbereitende Maßnahmen für den Verstetigungs- und Transferprozess im Mittelpunkt. Die an den beteiligten Schulen entwickelten Konzepte werden in den Schulentwicklungsprozess, z.B. durch die Aufnahme in das Schulprogramm, fest verankert. Der Transfer innerhalb der Schule sowie der externe Transfer auf weitere Schulen werden vorbereitet und auf den Weg gebracht. Die Ernennung schulischer Multiplikatoren, d.h. konkreter Ansprechpartnerinnen und -partner an den Schulen hat sich im Kontext des Transfers bisher sehr bewährt. Diese stehen z.B. anderen Schulen für Fragen und einen Austausch zur Verfügung. Zu den weiteren Schnittstellen des Transfersprozesses unter Leitung der asw e.V. zählen unter anderem die Durchführung von bzw. Teilnahme an Tagungen, Fortbildungen, Workshops, Publikationen und Vorträge sowie die Aufbereitung der Projektinhalte auf eigens eingerichteten Internetseiten.


Die folgenden Praxisprojekte hat die asw e.V. an der Universität Trier in den vergangenen Jahren in Kooperation mit verschiedenen rheinland-pfälzischen Sekundarschulen durchgeführt:

  • T.A.L.ENT. - Tools für die arbeits- und lebensweltbezogene Kompetenzreflexion und -entwicklung im Bereich der schulischen Berufsorientierung
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  • Herausforderung Hauptschule 1: Erfolgreich Lernen in Schule und Arbeitswelt
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  • Herausforderung Hauptschule 2: Eltern als Partner der schulischen Berufsorientierung
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  • Startchancen verbessern - Förderung der Berufsorientierung und -qualifikation von benachteiligten Jugendlichen an Hauptschulen mit Ganztagsangebot
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